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Dieses Buch, erschienen im Highlights Verlag, ist im
Buchhandel, im Internet und auch bei LOUIS erhältlich !

Es kostet nur 9,90 €

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Ein Pilger im Motorradsattel

    Ist das Leben Stillstand oder Veränderung ? Veränderung, sagt Holger Janke. Er nimmt fünf Wochen Auszeit, fährt mit seiner Enduro auf dem historischen Jakobsweg von Hamburg über die Schweiz nach Santiago de Compostela und danach auf einer weiteren Zubringerroute über Frankreich zurück nach Hause.

    Auf dieser 7.000 Kilometer langen Reise erlebt er die ganze Bandbreite des Mottorradfahrens und des Pilgerns. In den Alpen durchnässt ihn der April-Regen, in den Pyrenäen verirrt er sich im Schnee, und die schmalen Wanderpfade vor Santiago de Compostella lehren ihn, das der Jakobsweg seine ganz eigenen Gesetze hat, und das der Motorradpilger trotz grobstolliger Enduroreifen manchmal nicht mehr weiterkommt. Auf einsamen Wegen durchstreift Holger Janke herrliche Gebirgsregionen, kommt durch pittoreske Städtchen, übernachtet in heimeligen Refugios, lernt wundervolle Menschen und vor allem sich selbst kennen.

    Dieses Buch handelt nicht ausschließlich vom Motorradfahren und vom Pilgern. Es handelt auch vom Leben. Von unserem Alltag, von unseren Gedanken, von unseren Wünschen und Sehnsüchten, aber auch von unseren Ängsten. Es ist ein Road-Book für Motorradfahrer, ein Reisebuch für Jakobsweg-Fans und ein Begleiter für - fast - jede Lebenssituation.

( Auszug aus der Rückseite des Bucheinbandes )
 

 


Wir hoffen, dass Ihr eine schöne und unfallfreie Saison 2011 hattet.

Leider hat das Miteinander auf der Straße nicht immer gut funktioniert.
Siehe Unfallbericht als Mahnung für achtsames Fahrverhalten.

Unfallbericht als PDF Datei
 

 


    Friedens und Gedenkfahrt - wir trafen uns als Biker und trennten uns als Freunde ...

    Letztes Jahr besuchten deutsche und russische Biker gemeinsam die Gräber „unserer“ Großväter, die als Feinde an der engsten Stelle der Newa gestorben waren. Leider blieb für uns zu wenig Zeit
    „diese Russen“ kennen zu lernen. Als im Juni der Gegenbesuch anstand war mir sofort klar: Ich fahre mit !

    Wir, Christiane Kellner, Superintendentin aus Merseburg, andere deutsche Biker und ich trafen „unsere Russen“ und unsere Deutschen Freunde auf dem Kyffhäuser. Auf ihrem Weg von St. Petersburg hatten
    sie bereits beim Mogo in Hamburg, Bergen-Belsen und beim Bischof
     Martin Schindehütte Halt gemacht. Die Hooligans aus St. Petersburg waren ein wenig traurig über die Schleichfahrt von Kelbra nach oben. Also beschlossen Holger Janke und ich ihnen den Kyffhäuser näher zu bringen. Mit schleifenden Essen vorne weg und Holger (der schneller ist als ich) am Ende hatten sie unten nur noch ein breites Grinsen im Gesicht. Matthias Zierold führte ShtrafbaT (bestimmt nicht langsamer) an während Dieter Merker und Peter-Pastor sich um unsere Gruppe „betreutes Fahren“ kümmerten.

    Die Motorradfreunde Wallichen geleiteten uns zum Erfurter Hauptfriedhof. Dort legten wir einen Kranz am sowjetischen Ehrenmal nieder und feierten eine Liturgie mit dem orthodoxen Erzpriester (und Biker) Wjatscheslaw Charinow. Für mich der erste Ort des Gedenkens auf dieser Reise.

    „Sir Uwe“ zeigte einem Teil der Gruppe Erfurt während die Anderen lieber gleich in Wallichen zusammen feierten. Langsam wuchsen wir zusammen. Bei glühender Hitze fuhren wir am nächsten Morgen nach Buchenwald – so manch Einer beschwerte sich und ahnte nicht dass er dies nur wenige Tage später bereuen sollte.

    Nach einem Gedenken an die dort Ermordeten ging die Reise weiter über Schloss Augustusburg nach Oberrabenstein. Die christlichen Motorradfahrer Sachsen (CMS e.V.) luden uns zu Speis und Trank. Wieder ein gelungener Abend.

    Bernd führte uns bei Nieselregen zur Frauenkirche nach Dresden. Dort übernahmen Klaus Leroff vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und seine Harley Freunde perfekt die Rolle der Gastgeber. Nach einer Andacht in der Unterkirche mit Führung und eine Kranzniederlegung in Zelthain, dem Ort an dem tausende Kriegsgefangen starben fuhren wir nach Skasa.  Abends, am Lagerfeuer, nahm ich für ein paar Liedchen die Gitarre in die Hand und reichte sie dann an unsere russischen Freunde weiter – was dann geschah könnt Ihr Euch denken.



 

Am leicht verkaterten nächsten Morgen Kranzniederlegung in Dresden, Zeltaufbau in Pirna und dann eine geniale Tour zu den schönsten Orten der sächsischen Schweiz. Leider hatte Klaus am Abend schlechte Neuigkeiten für uns – Dauerregen ! Und er hatte Recht am nächsten Tag schien die Sonne in Strömen. Wir fuhren trotzdem zum Gedenken zu den Seelower Höhen und anschließend zu unserem Quartier in der Nähe von Berlin. Unsere dortigen Gastgeber, Christ und Motorrad Berlin e.V.  hatten Pech mit dem Wetter. Uns hatte der Bikerblues gepackte– nass, müde, geschafft. Wir saßen am Abend noch ein Weilchen zusammen und versuchten uns trocken zu legen.

Sonntagmorgen gab es einen schönen Gottesdienst im Berliner Dom mit dem Präses der EKD und dann ein wenig sightseeing in Berlin. Am Abend fielen wir in einer Gaststätte eines kleinen Campingplatzes in Zestow ein- und wir feierten schon wieder gemeinsam ! Montagmorgen – es schüttet, die Abfahrt zum Treptower Park wurde ein ums andere Mal verschoben. Wir haben es trotzdem geschafft und fuhren dann zum gelungen Empfang in Schloss Bellevue. Wir beim Bundespräsidenten, vielleicht die schönste Anerkennung für alle die zum Gelingen dieser Fahrt beigetragen haben. Frieden von Unten und von Oben !
 


( Bildquelle : Bundesregierung / Sandra Stein ) 

Dies war das offizielle Ende unserer Tour – das Ende? Nein ! Zwei Freunde aus St. Petersburg verlobten sich noch, wir wünschen Ihnen alles Gute !
 


 

Der letzte Abend zeigte noch einmal, dass wir auch ohne gemeinsame Sprache Freunde werden können.
 

Wir sind zusammen gereist, wir haben zusammen gefeiert und wir haben gemeinsam der Toten der sinnlosen Kriege gedacht.
Aus „die“ und „wir“ wurden Freunde. Danke. Während
 ich dies schreibe hat bereits die Planung für nächstes Jahr begonnen – vielleicht kommt Ihr ja mit.

Weitere Bilder gibt es hier, sie können in voller Auflösung heruntergeladen werden. Diese Bilder sind von mir, Ihr dürft sie gerne verwenden.

https://picasaweb.google.com/117018238777433896254/Versohnungsfahrt2011StPetersburgBerlin

 Thomas Tuch

 

 

 


" GUCKST DU BLÖD, FÄHRST DU BLÖD ! "

Kampagne von Bikers Helpline zum Jubiläumsjahr

 

    In den ersten 10 aktiven Jahren von Bikers Helpline e.V. gab es viele Gespräche mit Menschen, die eine Kurve nicht bekommen hatten –entweder auf der Straße oder im Alltag.
    Die Folgen eines Unfalls sind meist umfangreich und dementsprechend, Nerven aufreibend, langjährig und teuer. Angenehmer ist, man bleibt in der Spur!

    Aber das Motorrad als Einspurfahrzeug -auch mit einem dritten Rad versehen- hat seine eigenen Gesetzmäßigkeiten. Die Anforderungen an den Fahrer sind hoch. Kleine Fehler werden schnell -und meist hart- bestraft.

    " Welchen Gedanken können wir Bikern mit auf den Weg geben, damit sie gut und unfallfrei ankommen ? " fragte ich unseren Schirmherrn, Bert von Zitzewitz, der schon als kleiner Junge bei Papa auf dem Tank mit durch´s Gelände fuhr. „Dieser Spruch sollte die Sache der präventiven Sicherheit auf den Punkt bringen.“ war mein Wunsch. Zufällig hörte der Sohn, Davide von Zitzewitz, mein Anliegen und meinte spontan: „Das ist doch klar!“ Ich fragte daraufhin das 17jährige Ausnahmetalent, den ich nur in Enduroklamotten kannte, welche Erkenntnis er im Sinn hatte, die grundsätzlich beim Fahren mit dem Motorrad zu beachten sei? Seine kurze, humorige Antwort war:


" GUCKST DU BLÖD, FÄHRST DU BLÖD ! "

    Unsere Jubiläumskampagne war geboren! Ein Gedanke, der beim Anspringen der Maschine mit im Kopf aufleuchtet, um dann mit auf die große Fahrt zu gehen. Es führt uns die Blickrichtung, denn niemand fährt im Alltag so wie in der Fahrschule. Starten, Kuppeln, Schalten, Gasgeben, Anfahren und Gucken laufen als unbewusster Prozess ab. Und die Grundregel lautet: " Wer gut guckt, fährt gut ! " Und das nicht nur im Gelände oder auf der Strasse, sondern auch mit zwei, drei oder vier Rädern.

    Die Jubiläumskampagne von Bikers Helpline e.V. möge helfen, nicht aus der Spur zu geraten. Ein kleiner Aufkleber ist für das eigene Cockpit gedacht, um in kritischer Selbstreflexion sein eigenes Können zu verbessern. Der große Aufkleber möge andere auf diesen Leitspruch der Verkehrspädagogik hinweisen. Dieser Hinweis kann, wenn er zu Herzen genommen wird, das Fahrvergnügen steigern, die Kosten senken und das Motorradfahren " versichern ". Also nicht vergessen: " GUCKST DU BLÖD, FÄHRST DU BLÖD ! "

    Bikers Helpline freut sich über jeden lebendigen Biker und wünscht allzeit eine unfallfreie Fahrt !

    Herzlichst,

    Holger Janke & Team
     

 


Partnerschaftstour nach St. Petersburg 2010

 

    Bikers Helpline feierte am 13. Juni 2010 einen wunderschönen MOGO in Hamburg. Dieses Jahr war es trocken, dafür windig, aber 30.000 Biker waren gekommen. Ein unvergessliches Erlebnis !

    Im Gottesdienst überreichte mir Erich Faehling einen MOGO-Engel für die Reise in die Partnerstadt Hamburgs: St. Petersburg in Russland.
    Dort war der 1. MoGo in der Partnergemeinde St. Petri, der evangelischen Hauptkirche, geplant.

    Am 14.6. traf sich unsere Gruppe in Kiel, um dann mit der Fähre nach Kleipeda / Litauen zu fahren. Von dort fuhren wir nach Riga / Lettland und weiter nach Tallin / Estland. Die baltischen Länder sind ohne Schwierigkeiten zu bereisen. Der Personalausweis reicht. Die Hauptstrassen sind gut und überall kann man mit der EC-Karte heimisches Geld ordern, denn der Euro ist noch nicht eingeführt. Die Einreise nach Russland erfordert allerdings Vorbereitung und Geduld. Ein Visum wird benötigt und viele Zettel sind an der Grenze auszufüllen. Alles braucht seine Zeit. Die Uhren ticken in Russland auf einmal ganz anders ! Die Strassen sind Rohbauten. Der Verkehr ist fließend, d.h. links und rechts überholen die Autos. Als ordentlicher Deutscher denkt man bei dem Verhalten sofort an organisiertes Verbrechen. Aber die Menschen sind freundlich, stehen überall rum und wirken insgeheim eher vorsichtig. Die Ausschilderung ist russisch, d.h. mit kyrillischen Buchstaben und sehr spärlich. In St. Petersburg blüht das russische Leben. Luxuskarosserien flanieren und viele arme Menschen versuchen, ihren Broterwerb mit kleinen Verkäufen am Straßenrand zu sichern. Alles wirkt ein bisschen grober, mehr schwarz und weiß, so ganz anders. Wer deutsch denkt, ärgert sich nur, also am Besten Gelerntes vergessen und frei die russische Seele baumeln lassen. Der 1. MoGo war am Samstag und 80 Biker aus ganz Deutschland waren dabei. Für die deutsche Gemeinde war es aufregend, weil keiner wusste, was ein Motorradgottesdienst ist. Das erste Mal feierten die Biker in der St. Petri-Kirche und auch 2 echte Hunde kamen, die bei uns mit im Gespann unterwegs waren. Am Sonntag, dem 20.6.10, trafen wir uns morgens vor der Isaaks-Kathedrale zu einer Versöhnungsfahrt mit russischen Motorradfahrern. Wir besuchten eine russischen und danach eine deutsche Gedenkstätte. Dort gab es jeweils eine Andacht. Es war sehr bewegend. Dank vieler Beifahrer aus der deutschen Gemeinde bzw. des Goethe-Instituts kamen wir gut ins Gespräch und am Ende des Tages waren beide Nationen vereint – trotz so vieler Unterschiede. Der Rückweg führte uns über Finnland. Von Helsinki gondelten wir mit der Fähre nach Travemünde, um dann den Abschluss der Reise am 27.6.10 auf dem MoGo in Kiel zu feiern.

    Die russischen Biker sind nun von uns zum MOGO 2011 in Hamburg eingeladen. Wir hoffen, sie kommen. Dann geht das Kennenlernen weiter und wir verstehen mehr voneinander. Eines wurde auf jeden Fall deutlich: Das Motorrad entfacht auch in Russland Leidenschaften und die Menschen freuen sich über ein nettes Miteinander. Der MOGO-Engel fuhr wieder mit zurück, weil wir in Russland „gelbe Bänder“ verteilten. Nun wartet er auf den MOGO 2011 und den Besuch aus St. Petersburg in der Partnergemeinde St. Michaelis.

Holger Janke

P.S. Wer weitere Infos möchte, melde sich bitte in der Geschäftsstelle.

( für eine größere Ansicht der Bilder bitte einen Doppelklick auf das jeweilige Bild )
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